Schule unter dem Radar – betroffene berichten:


In der folgenden Tabelle können aktuelle Erfahrungen und Berichte aus den Schulen und dem schulischen Umfeld eingesehen werden. Hierbei handelt es sich um Schilderungen von Betroffenen. Dazu zählen LehrerInnen, angehende LehrerInnen im Vorbereitungsdienst,  Studierende, Eltern, SchülerInnen ... . 

 

Wir wollen ein Zeichen setzen und die eklatanten Missstände an den Schulen aufzeigen! 

Habt ihr auch eine Geschichte zu erzählen? Dann klickt auf "HELFT UNS" und schildert eure Erlebnisse. 

 

Alle Beitrage werden ANONYMISIERT und können keiner existierenden Person zugeordnet werden. Zusammen können wir DEN MANGEL BEENDEN und UNSEREN KINDERN ZUKUNFT GEBEN!


Nicht vergessen: TEILEN - so können andere Betroffene von uns erfahren und ebenfalls berichten.

Legende: 

GS - Grundschule

SEK - Sekundarschule

GYM - Gymnasium

UNI - Universität

BS - Berufsschule

FÖS - Förderschule


Nr. Datum Schulform Region Mailtext
55 08.12. FÖS  

Ich arbeite seit 3,5 Jahren als Schulsozialarbeiterin an einer Förderschule. Auf die letzte Ausschreibung habe ich mich als Seiteneinsteiger beworben, da ich das 1. Staatsexamen ( Deutsch/Ethik) vorweisen kann. Ich erhielt eine Absage und die Aussage, dass Referendariat zu absolvieren. In Sachsen- Anhalt ist es nicht möglich als Seiteneinsteiger eingestellt zu werden, wenn man eine pädagogische Qualifizierung hat? Traurig!!!

54 06.12. GS Saalekreis

Briefauszug einer Elternvertretung:

Mit Beginn des dritten Schuljahres erfolgte ein regulärer Klassenleiterwechsel. In einer der beiden dritten Klassen wurde bereits hier auf eine Notlösung zurückgegriffen. Die für den Förderunterricht der gesamten Grundschule geplante Förderlehrerin wurde als Klassenleiterin/Hauptfachlehrerin eingesetzt. Im Oktober 2017 erhielten wir die Mitteilung, dass diese Lehrerin langfristig erkrankt ist und momentan keine Prognose über den Zeitpunkt ihrer Rückkehr in den Schuldienst besteht.

Derzeit wird diese Klasse durch eine LiV und die Schuldirektorin betreut. Der Hauptfachunterricht wird ebenso von der LiV sowie von Fachlehrerinnen anderer Klassenstufen durchgeführt. Die LiV wird im Februar 2018 ihre Ausbildung beenden und eine Übernahme in den Schuldienst unserer Grundschule ist nicht absehbar. Wer ab diesem Zeitpunkt an die Klasse betreuen wird, ist ungewiss. Ein weiterer Klassenleiterwechsel wäre für die Kinder der Klasse eine zusätzliche Belastung. Erschwerend kommt hinzu, dass in KW 46 die Klassen-/Hauptfachlehrerin der Parallelklasse ebenfalls langfristig erkrankt ist und auch für unabsehbare Zeit nicht zur Verfügung steht. Auch hier wird der Unterricht der Hauptfächer durch die Lerngruppenbegleiterin der 1c und eine weitere LiV sowie andere Fachlehrer

übernommen.

Weitere Maßnahmen der Schule waren die Übernahme von Hauptfachstunden durch die LiVs und die Zusammenlegung von Klassen in anderen Klassenstufen. Wir unterstützen diese Maßnahmen und schätzen es, dass die Schule den Unterricht der Hauptfächer gewährleistet. Langfristig ist diese Situation jedoch untragbar.

 

53 30.11. GS  

Hallo die Deutschlehrerin ist erkrankt und kommt dieses Jahr auch nicht wieder, die Referendarin ( zum Glück  ist gerade eine da ) ist noch bis zur KW 49 da.

52 27.11. GS Magdeburg

Problematisch fand ich, dass der Matheunterricht der 4. Klasse erst ausfiel, dann vertretungsweise von 2 Lehrkräften übernommen wurde (Geometrie der eine, den Rest der andere). Ebenfalls ein Unding ist, dass die Schule bei Krankheit des Direktors keine stellvertretende Schulleitung besitzt und somit die Lehrer, Schüler und Eltern über Monate allein gelassen worden sind. Eine pädagogische Fachkraft oder ein Sozialschularbeiter Fehlanzeige, wobei die Probleme immer häufiger nicht allein vom Klassenlehrer gelöst werden können. Dies ist nur ein kleiner Einblick des Missstandes. Es zermürbt zu erst die Lehrer, dann die Schüler.  der Religionsunterricht wird zwei geteilt. Es gibt 2 Jahre lang katholischen Religionsunterricht, 2 Jahre lang evangelischen. Er findet klassenübergreifend mit einer anderen Klassenstufe statt (1. und 2.; 3. und 4.). Ich habe erlebt, dass zum Teil im zweiten Jahr der gleiche Lernstoff angeboten wurde, wie im ersten. Die Ausfälle sind schon Alltag, es wird versucht sie abzufangen.

 

Ich persönlich finde, dass bei solch einer prekären Situation darüber nachgedacht werden sollte, zu den Kernfächern zurückzukehren und Lückenfüller wie AG´s oder Förderunterricht für alle abgeschafft gehören. Auch muss dann darüber nachgedacht werden, ob die verlässlichen Grundschulen bis 13 Uhr bestand haben können oder ob hier nicht eher die Hortbetreuung greifen kann.

51 27.11. GYM Magdeburg

Gymnasium Magdeburg:

- Ausfall Fach Lerntechnik in der 6/2

 

- Kürzung des bilingualen Unterrichts in der 6/2

50 15.11. UNI Halle

Ich verfolge intensiv den Aufbau, den Fortschritt und den Erfolg der Initiative. Respekt! Ein Beispiel aus meiner Familie zeigt auf, wie prekär die Situation auch an den Hochschulen ist. Mein Sohn studiert an der M.-Luther-Universität Halle/Wittenberg Geschichte und Philosophie auf Lehramt für Gymnasien.

 

Im Hinblick auf den Lehrermangel sollte angestrebt werden, dass er möglichst schnell als fertig ausgebildeter Lehrer in unserem Land unterrichten kann. Folgendes Problem spiegelt jedoch das ganze Gegenteil wider: Mein Sohn befindet sich im 5. Semester und beabsichtigte, sich für einen Platz bei den erforderlichen "Schulpraktischen Übungen" ("SPÜ") im Fach Geschichte (Didaktik) einzuschreiben. Doch leider wurde ihm gesagt, dass vor dem Sommersemester 2019 (!) keine Plätze frei wären. Da auf diesen geforderten SPÜ's weitere Module aufbauen, verschiebt sich das Studium um mindestens zwei, eher um drei (!) Semester, ohne das er in diesem Fach weiterstudieren kann. Wie will man dem Lehrermangel begegnen, wenn nicht einmal die Lehrerausbildung funktioniert. Bevor man Seiten- und Quereinsteiger einstellt, sollten die Unis ihre Hausaufgaben machen (können) und die Lehrerausbildung verbessern und nicht das Studium durch solch Probleme extrem verlängern. Völlig unverständlich!

49 12.11. GS Halle

Das Schreiben einer jungen Grundschullehrerin auf Arbeitssuche in Sachsen-Anhalt:

 

Ich bin seit dem 1. November staatlich geprüfte Grundschullehrerin und bereit im Schuldienst voll eingesetzt zu werden. Auch habe ich mich auf die ausgeschriebenen Stellen fristgerecht im September beworben und eine Absage für drei von neun angegebene Stellen erhalten. Die sechs nicht abgesagten Stellen wurden nicht weiter erwähnt. Ich wartete geduldig und voller Hoffnung, dass ich doch noch ein Stellenangebot bekommen könnte, um nun zu erfahren, dass die Stellen nicht vergeben werden, bis alle Bewerberinnen ihre Prüfungen abgelegt haben, die sich auf die Stellen beworben haben.

Es tut mir sehr leid, aber ich verstehe dieses Vorgehen nicht. Während der Ausschreibung wurden wir LiVs mit teilweise widersprüchlichen Nachrichten aufgefordert, uns auch ohne Note zu bewerben. Es hieß sogar, dass die Stellen insbesondere für uns "September-LiVs" extra ausgeschrieben wurden. Nun wurden diese Nachrichten aber auch an die "November-LiVs" versendet, die sich in Panik natürlich auch gleich mitbeworben haben und auch auf Nachfrage dazu ermutigt wurden durch das Landesschulamt. Jetzt haben sich dementsprechend mehrere LiVs auf freie Stellen beworben und wir erhalten die Auskunft: Sachsen-Anhalt wartet bis jetzt auch die Bewerber, die erst im Januar ihre Prüfung ablegen und im März 2018 ihr Referendariat beenden, ihre Laufbahnprüfungen absolviert haben.

Ich bin ab 1.1.2018 bereit und brauche dringend eine Anschlussstelle, um meine Miete und meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Nicht nur die mangelnde Informationslage frustriert mich zunehmend, sondern auch die vielen seltsamen Entscheidungen, die die Personalabteilung trifft. Die Stellen bleiben weiterhin unbesetzt, obwohl es uns gibt. Wir stehen vor verschlossenen Türen. Sachsen-Anhalt grenzt zum Glück an andere Bundesländer, die zeitgleich Einstellungsverfahren durchführen. Ich war zum einen erleichtert, dass es dort bürokratisch einfacher zu sein scheint, eine Stelle zeitnah anzubieten und mich einzustellen ohne Lücke im Lebenslauf, zum anderen bedauere ich, dass ich zwar gern in Sachsen-Anhalt, meinem Ausbildungsland, eine Stelle hätte, es aber keinen Weg in dieses verworrene System gibt.

Ich bitte Sie alle hiermit darum, in Ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich darauf aufmerksam zu machen, dass in Zeiten des Lehrermangels eine solche unflexible Einstellungspraxis mit all diesen Hürden die Fachkräfte aus dem Land treibt und bitte des Weiteren darum, mir sofern es Ihnen möglich ist, einen Weg aufzuzeigen, wie ich weiterhin für Sachsen-Anhalt als Grundschullehrerin tätig sein kann.

48 09.11. GS Halle

Seit Beginn des Schuljahres (wahrscheinlich aber schon länger, unser Kind ist erst seit diesem Schuljahr in dieser Schule) findet kein Ethikunterricht in einer Grundschule in Halle statt. Der Direktor begründet es mit fehlendem Personal. Statt Unterricht findet ein Angebot statt.

Des weiteren ist so wenig Platz im Schulgebäude, dass in die Klasse meines Kindes tatsächlich 29 Kinder gehen, es gibt nicht genügend Klassenräume, um die Klassen 2-zügig laufen zu lassen. In alle anderen Klassen gehen ebenso viele Kinder. Lediglich die 4. Klassen laufen 2-zügig. Allerdings halte ich das für Augenwischerei. Drei Jahre mit ca. 30 Kindern pro Klasse sollen von einem Jahr (kurz vor der weiterführenden Schule) herausgerissen werden.

 

Aber die Augenwischerei geht noch weiter: Man senkt einfach die Erwartungshaltungen. Mit 75% erhält man noch eine 2. Undenkbar als ich noch zur Schule ging!

47 01.11. GS Halle

- ab 1.11. neuer Stundenplan

- Elternbrief zur Erklärung der Sit. - Personalmangel/Engpässe

- SuS haben nun entweder 1. oder letzte Std. keinen Unterricht mehr – keine päd. Betreuung möglich; Hort greift nicht

- Eltern gebeten Kinder später zu bringen/ eher zu holen - ansonsten „Aufbewahrung“ in anderen Klassen(-stufen)

 

- Förderunterricht sowie ssU fällt weg

46 30.10. GS Mansfelder Land

In der Grundschule XY im Mansfelder Land ist es seit 2-3 Jahren eine Katastrophe.  Ständig fallen Unterrichtsfächer komplett aus. Richtig vorbereitet auf die nächsten Schulen werden die Kids schon lange nicht mehr. Meist ist es so,  dass die Kinder tagelang gar keinen Unterricht haben. Sie werden dann von PMs nur betreut, wie im Kindergarten oder sie werden auf andere Klassen aufgeteilt, wo sie dann jedoch nicht am Unterricht teilnehmen dürfen da es ja nicht ihrem Lehrplan entspricht. Sie bekommen dann Blätter mit Aufgaben oder zum ausmalen. Die Aufgaben werden jedoch NIE kontrolliert.  Selbst in der ersten Klasse gibt es mittlerweile viel zu wenig Unterricht.  Es ist einfach nur noch traurig. Es wäre für unsere Kinder besser, sie Zuhause zu unterrichten, da sie dort mehr lernen würden.

45 29.10. GS Saalekreis

GS im Saalekreis, Beginn mit 70 Fehlstunden, eine Kollegin führte bis zu den Oktoberferien zwei 1. Klassen mit jeweils mehr als 20 Kindern....GSN gestrichen, Ethik/ Religion nur in Klasse 4, Sport auf ein Minimum zurückgefahren. Durch die unsäglichen effizienzsteigernden Maßnahmen des Ministers fehlen uns bei 180 Kindern 18 Stunden....wie sollen diese kompensiert werden? Es ist so schlimm, dass durch Klassenzusammenlegungen der Lehrermangel gedeckelt wird. Wie sollen wir in einer gemischten Klasse 3,4 die hochbegabten Kinder, die Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sehen, .... individuell fördern und erreichen, dass alle Lesen können und die Grundrechenarten beherrschen? Allein der Gedanke, dass dies nur auf Grund der Bequemlichkeit der Lehrer bisher nicht passierte ist unerhört und absolut realitätsfremd. Ein Schlag ins Gesicht für jeden engagierten Lehrer dieses Landes.

44 26.10. GYM Magdeburg

Meine Tochter geht in 5 Klasse auf ein Gym in MD alleine letzte Woche über 7 Blöcke Ausfall Deutsch lehrerin seit 2 Schulwoche krank und Klassenlehrerin auch 2/3 der Schulzeit krank kein geordneter Unterricht möglich dadurch kommt bestimmt auch bei Test zu schlechten Noten

43 24.10. GS Halle

Der Religionsunterricht in Halle ist so schlecht besetzt, dass zusätzlich kirchliche Mitarbeiter eingestellt werden müssen. Als solcher bin ich (Lehramtsstudentin noch vor dem ersten Staatsexamen) schon seit dem Schuljahr 2016/17 an zwei Grundschulen angestellt. Der Religionsunterricht muss allerdings oft ausfallen, da der Lehrerausfall teilweise so stark ist, dass Klassen zusammengelegt werden müssen und ich dann eher Deutsch und Mathe unterrichte (mit teilweise 34 Kindern), um den Ausfall auszugleichen. Einmal war die Situation so schlimm, dass ich zwei jahrgangsgemischte Klassen gleichzeitig (in normaler Klassenstärke) hatte, die in verschiedenen Räumen waren. Dazwischen befindet sich eine Verbindungstür, aber unterrichten war in dem Fall natürlich nicht möglich. Eine Klasse bekam ein Hörspiel und sollte sich ruhig beschäftigen und die anderen hatten Matheaufgaben. Die Disziplin der Schüler war größtenteils tadellos, aber von normalem Unterricht, bei dem die Kinder etwas lernen, kann keine Rede sein. Auch Hilfestellung bei den Aufgaben konnte ich schlecht geben, da ich aufgrund der Aufsichtspflicht alle Kinder im Blick haben sollte und nicht ein einzelnes.

 

Zustände dieser Art sind leider nicht selten und belasten alle, Lehrer und Schüler!

42 17.10. GYM Magdeburg

Klasse 6.3  Gymnasium in Magdeburg

aufgrund von Lehrermangel werden nur 4 h Englisch in der Wochen unterrichtet, lt. Stundentafel müssten es 5 sein!

41 11.10. GYM Nordharz

Gymnasium in XY, sehr gutes Gespräch mit dem Direktor, der auch gerade verzweifelt. 3 langzeiterkrankte Mathelehrer, 40 Stunden Mathe, die er nicht abdecken kann. Durch Reduzierung der Wochenstunden in Stufe 6 und 10 von 5 auf 3 sowie kompletten Wegfall des Astro-Unterrichtes(!!!) konnte er das auf 12 Stunden reduzieren. Er versucht jetzt, Quereinsteiger (Eltern haben sich bereits angeboten) oder pensionierte Lehrer zu gewinnen, allerdings lässt das Schulamt ihn da abblitzen. Ausschreibung für einen Mathelehrer soll jetzt starten, allerdings scheiden in diesem Schuljahr geplant 2 aus. Da es an den Gymnasien im Umkreis ähnlich aussieht, ist auch keine Abordnung möglich. Siehe auch hier: https://www.volksstimme.de/lokal/wernigerode/lehrermangel-kein-unterricht-eltern-laufen-sturm

40 08.10. BS  

An der Berufsschule meines Sohnes wurde mit den Ausbildungsunternehmen von drei Schülern vereinbart, dass die Jugendlichen an anderen Schulen unterrichtet werden. Damit können zwei Klassen zusammengelegt werden. Mein Sohn hat im ersten Turnus kaum einen Tag mehr als 5 Stunden gehabt bei eigentlich rund 8 Unterrichtsstunden pro Tag. Durch die spezifischen Fächer ist es nicht mal so eben möglich einen Vertretungslehrer für die einzelnen Fachbereiche zu organisieren. Bei den Prüfungen fragt hier kein Mensch mehr danach.

39 07.10. UNI Niedersachsen

Seit Jahren sind die Zustände in der Lehrerausbildung an vielen Universitäten und Hochschulen eine Schande. Es wird gespart und gespart: statt einer Professorenstelle werden nur noch Wissenschaftliche-Mitarbeiter-Stellen eingerichtet, gut qualifizierte und promovierte Wissenschaftlerinnen, die in der Deutschdidaktik gerne arbeiten möchten, müssen sich meistens viele Jahre (geschätzt zw. 5-10 Jahren, ohne feste Finanzierung) um eine Professur bewerben, mit unsicherem Ausgang und sehr viele Studierende kommen nicht in die vollen Seminare und Übungen und müssen länger als notwendig studieren. Es wurde gespart und so sieht es auch aus. Ausbaden müssen wir alle das!

38 05.10. GS  

In unserer Schule gibt es seit Anfang des Schuljahres 2017/2018 keinen Englischlehrer mehr.

37 05.10. GS Weißenfels

Ich bin Mitglied im Elternrat. Uns fehlt das 2. Jahr in Folge ein Ethiklehrer. Auch davon mal abgesehen, dass Klassen bei Erkrankung von Lehrern die Klassen aufgeteilt werden, in andere Klassen - nur damit nicht noch mehr Unterricht ausfällt.

Unsere Lehrer sind sehr engagiert, sie sind aber auch nur Menschen !!!

 

Es kann einfach nicht weiter auf dem Rücken der Kinder und Lehrer weiter alles tot gespart werden !!!

36 05.10. GS Saalekreis

Meine Töchter besuchen die GS XY. Dort wurde im letzten Schuljahr der Ethikunterricht durch eine längst ausgeschiedene Lehrerin abgedeckt. Und weil oft auch anderweitig Bedarf war natürlich auch mal Deutsch oder Mathe. Sie ist inzwischen 73! In diesem Schuljahr gibt es keinen Ethikunterricht an unserer Schule. Es steht kein Lehrer zur Verfügung. (Die Bücher mussten natürlich dafür trotzdem von allen gekauft werden. ) Und natürlich ist es wie überall in allen Schulen: sobald ein Lehrer ausfällt, muss Unterricht ausfallen, werden die Klassen aufgeteilt oder /und "betreut". Das dann eine Lehrerin " altersgemischt" gleich mal über 30 Kinder unterrichten soll - die dann noch dazu nicht mehr mal alle in ihrem Klassenzimmer Platz finden, lässt ganz schnell erahnen, wie es dann mit dem Erfolg der Stoffvermittlung aussieht. Vom Dauerstress für die Lehrer mal abgesehen, was schnell wieder zu Ausfällen führen kann.

35 04.10. BS  

Seit 6 Jahren wurde versucht in unserem Fachbereich Seiteneinsteiger zu intergrieren, bis auf eine Personen waren alle überfordert, wir Kollegen versuchten zu unterstützen aber neben der normalen Tätigkeit war eine gute Hilfestellung kaum möglich. Durch unsere ständige Überforderung sind von unserem kleinen Fachbereich (8 Kollegen) 2 Kollegen nacheinander schwer erkrankt, so dass wieder improvisiert werden musste, mittlerweile fehlen 3 Kollegen und der Rest macht Notbetrieb, so dass den Schülern noch ein Berufsabschluss gewährleistet werden kann. Berufsschulen existieren in den Überlegungen des Ministeriums überhaupt nicht. Kommt es zu Stellenausschreibungen, werden sie so stark zeitlich begrenzt  (2 Tage), dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, gute Leute zu finden.

Es kann auch nicht sein, dass zu Beginn des neuen Schuljahres erst Entscheidungen zu Neueinstellungen getroffen werden und diese auch nur zögerlich erfolgen.

 

Eine weitere große Belastung sind die vielen psychischen Störungen der Schüler (Missbrauch, Borderline, Depressionen etc.) , jede Schule sollte einen Sozialarbeiter oder eine Psychologin haben, die Kollegen können das nicht mehr leisten.

34 04.10. GYM Nordharz

XY-Gymnasium im Nordharz, 6. und 10. Klasse: Mathe um wöchentlich 2 Stunden gekürzt, Astro gestrichen

33 03.10. SEK  

Ich wurde mit voller Stundenzahl mit Englisch an eine andere Sekundarschule abgeordnet, weil unsere Sekundarschule nach der neuen Stundenzuordnung zu viele Lehrerstunden hatte. Der Personalrat hat darauf hingewiesen, dass dann bei Krankheit einer mehrfach kranken Kollegin nicht mehr fachgerecht vertreten werden kann (was im SJ 16/17 schon der Fall war). Kein Einsehen! Bis jetzt sind schon 50 Englischstunden bei der Kollegin ausgefallen. Ich muss an der anderen Schule 10 Stunden Englisch mit Zweitbesetzung und den Rest Aufsichtsstunden machen und Förderunterricht geben (ist eine Ganztagsschule). Das hat mich krank gemacht, weil ich mich "verheizt" vorkomme. Bin jetzt in psychologischer Behandlung.

32 02.10. GS Saalekreis

Nach der aktuell gültigen Verordnung RdErl. vom 20.03.2017 stehen unserer Grundschule über 145 Stunden im Grundbedarf zu. Die unserer Schule dauerhaft zugeordneten Lehrer können davon lediglich 102 Stunden abdecken,  denn eine Lehrerin ist seit über einem Jahr Dauerkrank (bisher ohne Ersatz) und eine weitere ist vor einem Monat aus persönlichen Gründen ausgefallen.

Vom Landesschulamt kamen jetzt kurzfristig zwei Lehrer, die jeweils für einen Tag unterrichten können. Für uns aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. So fehlen immer noch über 30 Unterrichtsstunden, die abgedeckt werden müssten. Diese lassen sich nicht allein durch klassen- und jahrgangsübergreifende Lerngruppen kompensieren, wie es das Landesschulamt gerne bei uns hinstellt. Auf die dabei entstehenden Klassengrößen brauchen wir wohl nicht hinzuweisen.

31 30.09. GS Nordharz

An der Grundschule XY werden wegen fehlender Lehrkräfte die Klassen 3 und 4 zusammen in Mathematik und Deutsch unterrichtet. Desweiteren gibt es nur noch eine pädagogische Mitarbeiterin welche jedoch bald in Rente geht.

30 30.09. GS Nordharz

Im vergangenen Schuljahr wurde eine zweite Klasse auf die anderen drei 2. mehrfach aufgeteilt, da die Lehrerin krank war.

In diesem Schuljahr wurde ein Dauerzustand daraus. Ein Klassenzug aufgelöst und aufgeteilt.

Von Klassenstärke 19 Kinder auf 27. inklusive Inklusionsschüler.

Nun wurde leider die Klassenlehrerin krank und das Chaos ist perfekt! Die 3. Klasse wurde abermals aufgeteilt. Diesmal aber auf drei Klassenstufen: je 2 - 4 Kinder gingen in die 2., 3., oder 4. Klassen. Das war eine Katastrophe für alle Kinder. Diejenigen in der 4. fühlten sich enorm unter Druck, den Stoff zu schaffen. Während sich die Kinder, die in die 2. Klasse gekommen waren, langweilten und sich bestraft fühlten. Die Krönung für mich als Mutter war, als die in die 2. Klasse versetzten Kinder betreut werden sollten (die Klasse war beim Schwimmen): sie gingen in eine der 4. mussten da an ihren eigentlichen Klassenkameraden vorbei gehen in einen Nebenraum und sollten dort 2 Stunden Arbeitsblätter bearbeiten.

Eine psychologische Tortur für die Kinder!

Nach den Herbstferien soll die Klasse wieder zusammen sein, aber wie der Unterricht stattfinden soll ist noch unklar. Jede Stunde ein anderer Lehrer, Betreuung.

 

Was die Kinder so lernen sollen, bleibt unklar. In der Zeit der Aufteilung wurde allenfalls wiederholt, aber kein neuer Stoff vermittelt. Dazu gab es eine Info der vertretenden Lehrerin, was die Kinder geschafft hätten sollen. Mit der Anmerkung, die Eltern wären jetzt in der Pflicht, das versäumte zu vermitteln.

29 30.09. GS Nordharz

Nachricht: Kürzlich habe ich diesen Artikel über die Grundschule Schlanstedt gelesen: https://m.volksstimme.de/lokal/halberstadt/schule-lehrermangel-gefaehrdet-schulbetrieb

 

Ich habe meinen Sohn gerade für nächstes Jahr an dieser Schule angemeldet und hadere natürlich jetzt damit ob das eine gute Entscheidung war...Jedoch sieht es ja bei allen Möglichen Schulen in unserem Umkreis,  in Schwanebeck und Badersleben e noch eine erreichbare Grundschule, auch nicht besser aus...

28 29.09. SEK Nordharz An der Schule meines Sohnes herrscht schon seid Jahren Lehrermangel. Akut betrifft es in seiner Klasse den Englisch Unterricht. Die Lehrerin war im vergangenen Jahr schon so oft krank und das auch über einen längeren Zeitraum das die Kinder wenig bis gar kein Englisch hatten. Denn wenn sie wieder da war musste sie erst einmal alles wiederholen um neues zu erlernen und dann war sie schon wieder krank. Dieser Zustand zieht sich jetzt auch dieses Jahr durch das 6. Schuljahr. Die Stunden werden zwar vertreten aber nicht in Englisch. Statt dessen wird Stadt Land Fluss gespielt. Ich habe das Thema angesprochen. Da wurde mir gesagt die Lehrerin verlässt nach diesem Jahr eh aus Altersgründen die Schule. Das ist so h aber kein Zustand. Die Kinder leiden darunter das alte, kranke Lehrer unterrichten oder halt auch nicht. An dieser Schule brauch man unbedingt ein paar neue Lehrer, damit dauerhafter Unterricht gewährleistet ist
27 28.09. GS Halle Ich stehe kurz vor dem ersten Staatsexamen für das Lehramt an Grundschulen und habe mich auf Grund meiner Familiensituation mit drei Kindern schon einmal auf die Suche nach Schulen für das Ref gemacht. Um die Betreuung der Kinder nämlich beibehalten zu können, muss ich den Vorbereitungsdienst möglichst in der Region um meine Heimat absolvieren. Leider habe ich auf Grund der neuen Verordnung nur entschuldigende Absagen bekommen. Ich finde es unglaublich, dass man trotz eines solch großen Lehrermangels keine Schulen findet, die einen Referendar aufnehmen wollen bzw. können.
26 27.09. GS Halle Aufgrund bestehender Schwangerschaften (insgesamt 3 Stück im letzten Jahr) wurden die schwangeren Kollegen aus Gründen des bestehenden Risikos in ein Beschäftigungsverbot geschickt, welches durch auftretende Infektionskrankheiten an der Schule gerechtfertigt ist. Nach Wochen von Klassenzusammenlegungen und Unterrichtsausfällen stellte man im Schulamt die Frage, ob denn eine Vertretungslehrkraft entsendet werden könnte. Daraufhin bekamen wir von der schulfachlichen Referentin folgenden Spruch: "Eine Schule braucht nur 3 Leute, um am Laufen gehalten werden zu können. Eine Person geht in die Turnhalle, eine auf den Hof und eine in die Aula." Wir waren sprachlos...
25 27.09. GS   Hallo an unserer GS fehlen 1 PM und eine Förderlehrerin sowie eine Schulleiterin und Schulsozialarbeiterin.
24 27.09. UNI Halle Überall hört man Lehrermangel - überall fällt der Unterricht aus. Und alle fragen sich wieso? Die Universitäten legen engagierten Studenten Felsbrocken in den Weg. Ich bin Zweitstudentin - derzeit noch auf Lehramt Sekundarschule - und habe im Studium LA Grundschule bereits fast alle Module erfolgreich abgeschlossen, da ich die Dozenten regelrecht angefleht habe. Nun werde ich seit 1 Jahr einfach nicht immatrikuliert, weil angeblich KEINE Kapazitäten zur Verfügung stehen? Hier kann ich nur noch den Kopf schütteln. Ich habe Praktikum an einer Schule gemacht, an der es 1 Musiklehrerin gab. Wie soll das funktionieren? Es ist absolut nicht mehr vertretbar.
23 27.09. GS Halle Zusammenlegung der 4.Klassen am Schuljahresanfang aufgrund von Lehrermangel.  Wir wunderten uns am 1. Schultag, weshalb es auf einmal so eng im Klassenraum war. Ohne Hinweise, Absprachen wurden alle Kinder und Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt. Nun lernen 26Kinder statt 16 in der Klasse, Inklusionsschüler eingeschlossen. Freiarbeiten,Differenzierungen, Projekte uvw. werden immer schwieriger.
22 26.09. GS   Ich bin Lehramtsanwärterin an einer Grundschule und mache oftmals mehr Stunden als aktuell in der Ausbildungsverordnung vorgesehen. Dies wird jedoch in keinster Weise meinem Ausbildungsprofil gerecht und bringt mich an den Rand des Möglichen, denn neben Unterrichtseinheitenplanung etc. bleibt keine Zeit, meinen Unterricht zu reflektieren, geschweige denn, mit Mentoren zu besprechen (die dies, dank der neuen Ausbildungsverordnung in ihrer Freizeit tun). Was darunter letztlich leidet, ist die Qualität von Unterricht, die Professionalität von beruflichen Neulingen, .... dem ein Ende zu setzen, sollte oberste Priorität haben. Kinder sind schließlich unsere Zukunft.
21 26.09. GS Magdeburg Ich bin Studierende des Grundschullehramts im 2. Semester. Zu meinem allerersten Praktikum während des Studiums betrat ich vor einem Jahr eine Grundschule in Magdeburg. Während dieser Zeit begleitete ich eine zweite Klasse. Das Misslingen der Eingliederung von Migrationskindern erschien mir präsenter denn je. Schülerinnen und Schüler unabhängig von der Herkunft verstanden sich in den Pausen untereinander bestens. Es gab anscheinend keinerlei Barrieren. Doch im Unterricht wurde es dafür umso klarer. So war ein zehnjähriges syrisches Flüchtlingsmädchen in dieser Klasse, welches eigentlich in der vierten Klasse sein müsste und zeigte dennoch höchstes Engagement. Doch all dies hilft in einer dreißigköpfigen Klasse nichts, wenn einer so heteorogenen Klasse nur eine Lehrperson zur Verfügung steht. Ich war während meines Praktikums viel mehr eine Hilfe für die ausländischen Schüler, als eine objektive Beobachtungsperson. Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, keine Frage, doch es ist ein Unding, dass es in den Klassen keine Hilfen für die Kinder gibt, bei denen das Verständnis an der Kommunikation scheitert. Der Lehrer kann sich nicht zerteilen und muss versuchen, sowohl den Schülern, die den Anforderungen gerecht werden und denen, die noch viel mehr Unterstützung bräuchten, angemessenen Unterricht zu bieten. Das ist schlichtweg nicht möglich. Was für eine Zukunft kann sich diesen Schülerinnen und Schülern schon bieten, wenn es am minderbesetzten Personal scheitern muss.
20 26.09. GS   Meine Schwester besucht die 4. Klasse einer Grundschule in Sachsen Anhalt. Seit Beginn des Schuljahres war ihr Sportlehrer nur eine Woche da, um den Sportunterricht zu übernehmen. Aufgrund des Lehrernotstandes konnte der Unterricht nicht fachgerecht vertreten werden. Häufig fällt der Sportunterricht auch aus. Der gleiche Lehrer fehlte auch im Fach Sachunterricht, der nun durch verschiedene Lehrer vertreten werden musste.
19 26.09. GS   Ich habe 2015 ein  Praktikum in einer Grundschule gemacht, um heraus zu finden, ob der Beruf des Grundschullehrers etwas für mich wäre. In dieser Woche meines Praktikums wurde ein Tag gestreikt, so dass ich für eine Unterrichtsstunde  allein mit einer 1. Klasse im Unterrichtsraum war und wir gebastelt haben. Mein Sohn wurde dieses Jahr eingeschult, und wir stellen an dieser Schule regelmäßig fest, dass Schüler einer Klasse geteilt und auf die anderen Klassen verteilt werden, wenn ein Lehrer krank ist.
18 26.09. GS Dessau GS XY --> 95 SuS, durchschnittlich 27 SuS pro Klasse; 16,5 Lehrerwochenstd. fehlen; seit mehreren Jahren kein Englisch, weil kein Lehrer - Eltern zahlen Sprachlehrer selbst; kein GU umsetzbar; Lehrer der 1. Klasse seit Schuljahresbeginn krank (voraussichtlich bis Okt), darum Erstklässler aufgeteilt
17 26.09. GS Halle GS XY  --> rund 350 SuS, 14 "normale" Klassen, eine DaZ Klasse; 19 Lehrer, viele mit zusätzlichen Aufgaben (Stadtschwimmlehrer, Krankenhauslehrer, Fortbildner, ...); 43 Lehrerwochenstd. fehlen --> zu 90,2% versorgt
16 26.09. GS Magdeburger Umland GS XY --> 75 SuS in 4 Klassen bei 4 Lehrern; kein Schulleiter, immerhin zu 97,5% versorgt; aber räumlich SEHR eingeschränkt (z.T. 35m² Klassenraum  bei 23 SuS); Eltern übernehmen Betreuung beim Schwimmen, sonst wäre es nicht möglich
15 26.09. GS Saalekreis GS XY --> 7 Lehrerwochenstd. fehlen, zu 94% versorgt, aber keine PM und dadurch insgesamt sehr hohe Betreuungszeiten für Lehrkräfte (Bus, Schimmen, natürlich Pausen)
14 26.09. GS Dessau GS XY --> 47 Lehrerwochenstd. bei 210 SuS, davon 72 mit Migrationshintergrund; 10 SuS im GU, 2 mit Integrationshelfer; LehrerIn für 1. Klasse fehlt; Schulleiter im Ruhestand - kein Ersatz, aber kommissarische SL langzeiterkrankt
13 26.09. GS Saalekreis http://www.mz-web.de/saalekreis/lehrermangel-im-saalekreis-weniger-unterricht--groessere-klassen-28389438
12 25.09. GS Halle An einer Grundschule in Halle (Saale) musste eine jetzt 4te Klasse auf die zwei Parallelklassen aufgeteilt werden, damit ein Lehrer für eine neue Klasse frei wird. Die betreffende Lehrerin ist ursprünglich Förderlehrerin und nicht als Klassenlehrerin einzusetzen, da sie dringend für Förderstunden gebraucht würde. Auf einen Antrag für eine neue Lehrkraft kam keine solche, sondern es wurden absurde Vorschläge gebracht, wie zB dass man doch einige Kinder der neuen 1. Kasse möglicherweise direkt in die zweite Klasse stecken könnte, um den Teilungsfaktor nicht mehr zu erreichen. Schlussendlich war dies natürlich keine annehmbare Lösung. Somit müsste ein starker Klassenverband zerstört werden und einige Kinder bekommen dennoch keine Förderstunden, obwohl es eine Förderlehrerin gäbe, die aber als Klassenlehrerin fungieren muss. Vom Land kam nur die Aussage, dass die Schule laut Schüler- und Lehreranzahl genug Lehrer hätten, um alle Stunden abzudecken. Mit dem konkreten Kontext würde sich nicht beschäftigt. Das schadet besonders den Schülern.
11 11.09. GS Wittenberg GS XY: Schon ab der 4. Woche Klassen mit 30-35 Kindern weil Krankheit nicht kompensiert werden kann! Extreme Belastung des Lehrkörpers durch über 60 Migrationskindern. Minister Tullner war ja am 30.08. vor Ort. Ein Trauerspiel ohne zusätzliche Sozialarbeiter.
10 11.09. GS Wittenberg  Hallo, bereits ab der dritten Woche fällt ein Teil des Schwimmunterricht aus an der XY-GS in WB. Grund Langzeiterkrankung der Sportlehrerin (ohne Reserve kein Ersatz). Zudem wird es mindestens für die zweiten Klassen kaum ein AG Angebot geben (letztes Jahr 4 Stück)... Da dafür keine Stundenkontingente mehr zur Verfügung stehen. U.a. durch die neue Berechnungsmethode. Fazit: unsere Kinder bekommen nicht die Bildung die Ihnen zusteht!
09 08.09. GS Halle Schulan arbeiten auch Wochen nach dem Schulbeginn noch ohne festen Stundenplan, Eltern werden gebeten, ihre Kinder in der ersten Klasse selbst zu betreuen, weil ein Unterreichtsangebot nicht mehr vorgehalten werden kann. Lesen Sie mehr... https://dubisthalle.de/lehrermangel-kinder-sollen-zu-hause-bleiben 
08 01.09. GS Halle Hallo! Heute wurden die neuen LiV vereidigt (1.09) und das erste Seminar fand statt. Einige von uns stehen immer noch bzw. wieder ohne Schule da (im Grundschulbereich Halle). Eine LiV hat heute Mittag im Seminar erfahren, dass ihre Schule nun auch abgesagt hat und die Seminarleiterin hat uns quasi "vorgewarnt", dass es noch mehr Absagen seitens der Schulen geben kann, da es zu Lehrerabordnungen von Stammlehrern kommen kann, wenn Referendare kommen und die Stunden angerechnet werden. Meiner Meinung nach ist das seitens der Schulleitungen auch verständlich. Allerdings heißt dass, das wir heute im Seminar saßenund werden es wahrscheinlich auch die nächsten Tage im Einführungsmodul sitzen, immer mit der Angst  dass auch die eigene Ausbildungsschule die Unterstüzung nicht mehr sichern kann. Und das nur wenige Tage vor dem geplanten Einsatz in den Schulen, in denen man dann im zweiten Monat bereits verhältnismäßig viel unterrichten soll?? Besonders Schulen, die momentan schon einige Referendare haben, zeigen Unsicherheiten.... Ein gelungener, freudiger und vor allem motivierender Start in den Vorbereitungsdienst sieht leider anders aus.
07 30.08. GS Halle Gerne möchte ich kurz auf vier Punkte eingehen, welche weitere erhebliche Minderungen der schulischen Qualität nach sich ziehen:
1. Neuer Berechnungsfaktor (1.1 statt bisher 1.2) - für die GS XY (eine der größten in Sachsen-Anhalt) bedeutet das 43.5 Stunden weniger
Folgen:
  -  2 Lehrerstellen weniger
  -  streichen von Stunden > Sachunterricht, Deutsch, Sport, Angebote
  - kein Spielraum bei Krankheit
  - Massenbetreuung
2.  Höhere Klassenzahlen (22 - 25)
    Folgen
 -  keine Zusammenlegung mehr möglich, da Klassenräume zu klein)
 -  Gemeinsamer Unterricht nicht möglich, da Förderlehre vertreten müssen
 - Inklusion schlecht möglich, Lehrer fehlen oder vertreten
3. Veränderung des Einsatzes der LIV und Anrechnung (an dieser Schule derzeit 5 LIV, eine hat gekündigt (Stress nicht zu bewältigt)
  - LIV fühlen sich selber unwohl und sind auch am Beginn des Referendariats aus unserer Sicht und Erfahrung noch überfordert
  - Absprachen und Betreuung sind wichtig, für Unterrichtsqualität (wir müssen diese vor den Eltern vertreten)
  - Anrechnung auf die Schule ist nicht akzeptabel, da auch viel zusätzliche Arbeit für Lehrer und Schulleitung dahintersteht
  - LiV unterstützen bei Ausfallzeiten
4. Die hohe Belastung für Lehrer zeigt Auswirkung auf die Gesundheit, Burn-out ist in den Kollegien leider keine Seltenheit mehr

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30.08.     Durch die neue Verordnung für Referendare, die ab dem 1.9.2017 in Kraft treten wird, haben etliche Referendare, mich inbegriffen zwei Tage vor Start immer noch keine Schule. Weil die Schulen ihre Lehrer sonst abgeordnet bekommen.
05 29.08. GS Halle? Ich bekomme, trotz eines sehr guten Abschlusses des ersten Staatsexamens, keine Schule, welche bereit wäre, mich als Referendarin anzunehmen. Ich hatte zunächst eine Zusage, diese wurde jedoch zurück genommen. Begründet wurde dies mit der Angst vor der kommenden Verordnung, wonach die Stunden der Referendare auf das Kontingent der Schule gerechnet werden. Dies hätte zur Folge, dass, sollte die Schule mich annehmen,  ein Stammlehrer abgeordent werden würde.
Auch eine andere Schule hat sich bisher noch nicht finden können. Und das kurz vor Ausbildungsbeginn. Sicher findet sich noch eine Schule. Aber: ich habe nicht die Möglichkeit, mir die Schule vorher anzuschauen, mich mit den Lehrerin bekannt bekannt zu machen und die Bücher zu besorgen. Auch weiß ich nicht, ob ich ein Auto benötigen werde,  um überhaupt an der Schule arbeiten zu können.
Alles in Allem scheinen dies wirklich die besten Voraussetzungen für eine gute Ausbildung zum Lehrer zu sein. Ich muss auch zugeben, dass ich mich etwas ärgere,  mein Referendariat nicht in einem anderen Bundesland zu absolvieren. So stellt sich auch die Frage, ob ich nach dem Vorbereitungsdienst noch den Wunsch verspüre,  in Sachsen-Anhalt zu arbeiten, wenn das Wohl der Menschen hier so wenig Beachtung findet.
04 29.08.     eigentlich soll ich nächste Woche Freitag das erste mal in meiner Ausbildungsschule zum Referendariatsbeginn stehen. Durch die neue Verordnung musste meine zugewiesene Schule jedoch abspringen, da sie durch die zusätzlichen Stunden überversorgt wäre. Nachfragen bei 16 weiteren Schulen im näheren und weiteren Umkreis ergaben immer das Gleiche. Entweder die Schule kann es sich stundenmäßig nicht leisten (fast alle), oder sie ist unterversorgt und kann einen Referendar personalmäßig nicht betreuen. Nun stehe ich keine zwei Wochen vor Beginn ohne Schule da, und bin damit nicht allein, wie ich von Kommilitonen weiß.
03 28.08. GYM   Aufgrund des Lehrermangels hatten wir in der Oberstufe teilweise bis zur 10. Stunde Unterricht und zwischendrin oft Freistunden.
02 28.08. GS Mitte - Raum Köthen Ich finde es traurig, dass immer mehr Schulen geschlossen werden. Ob unsere Grundschule in XY-Stadt bestehen bleibt, ist sehr fraglich. Die Parteien sollten sich endlich mal für unsere Kinder stark machen, denn sie sind unsere Zukunft. Es sollte doch möglich sein, die bestehenden Schulstandorte zu erhalten. Kinder, besonders Erstklässler auf Schulen zu verteilen, wo sie viele Kilometer mit dem Bus fahren müssen, ist mehr als traurig. Ich hab schon jetzt Angst, wenn meine Enkelkinder in die Schule kommen. Deshalb hoffe ich, dass nach der nächsten Wahl mehr an unsere Kinder gedacht wird. Geld genug hat Deutschland ja.
Mit freundlichen Grüßen
Eine besorgte Oma 
01 26.08. GS Nordharz Guten Tag Frau XXX,
es reicht wirklich. Der Kreativität des Bildungsministeriums und des Landesschulamtes müssen Grenzen gesetzt werden.
Was mich an der Diskussion immer wieder stört ist der Ton, mit dem das Landesschulamt inzwischen zu uns redet. Von den Schulleitern verlangt man Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgeber. Was ist damit gemeint? Wenn doch alles schick und schön ist – wovor hat man hier Angst?
Ich frage mich an der Stelle, wer ist eigentlich mein Arbeitgeber? Und da bleibt mir als verbeamteter Schulleiter nur eine Antwort. Das Land Sachsen-Anhalt ist mein Arbeitgeber. So steht es auf meiner Ernennungsurkunde. Wer also ist das Land Sachsen-Anhalt? Herr Tullner? Nein. Das Landesschulamt? – Nein!!! Wem gegenüber bin ich dann zur Loyalität verpflichtet.
Den Kindern! (… und deren Eltern) Die Kinder sind das Land Sachsen-Anhalt. Die Eltern sind das Land Sachsen-Anhalt. Sie als Wähler und Steuerzahler sind mein Arbeitgeber. Ihnen gegenüber bin ich zur Loyalität verpflichtet. Herr Tullner und die Mitarbeiter des LschA sind lediglich Vertreter und Repräsentanten unseres Bundeslandes. Und ich kann es nicht verstehen, warum wir uns in den Schulleiterdienstberatungen teilweise erniedrigende Vorträge anhören müssen, weil sich Eltern im LschA über die Unterrichtsversorgung beschweren.
Sicherlich können wir uns keine Lehrer herbeizaubern. Die jetzige Landesregierung muss Fehler ausbaden, die in den letzten Legislaturperioden gemacht wurden. Der Sparkurs des Finanzministers Bullerjahn am Bildungssystem, gepaart mit dem fehlenden Blick für den wachsenden Personalbedarf seitens des Kultusministers Dorgerloh haben uns in diese missliche Lage gebracht. Aber deshalb dürfen wir doch nicht unsere Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit opfern! Wo führt das hin? Die Situation ist schwierig und das muss gesagt werden dürfen.
In Vorbereitung dieses Schuljahres ist an vielen Schulen die Organisation des Kernunterrichts noch gelungen – auch an meinen Schulen habe ich das hinbekommen. Aber das war ja nicht das Problem. Wir haben an manchen Schulen Lerngruppen (Klassen dürfen wir ja nicht mehr sagen) zusammengelegt und das hat auch zu größeren Kla … Lerngruppen geführt – aber wir können Unterricht machen. Vor jeder Klasse steht – oder sitzt (je nach Alter) – eine Lehrerin oder ein Lehrer. Aber auf ein Problem, dass ich mehrfach angesprochen habe, ist man in keinem der Beratungsgespräche eingegangen. Ich kann mit den zugewiesenen Stunden die Grundschule mit verlässlichen Öffnungszeiten nicht mehr gewährleisten. Es funktioniert einfach nicht mehr!! Das ist das Problem. Das darf niemand aussprechen. Und wenn es jemand tut, wird er vom Vorgesetzten angezählt. Wo sind wir denn? Wenn wir nun noch nicht einmal mehr ein Problem artikulieren dürfen, kommen wir in eine Zeit zurück, die wir vor 27 Jahren abgelegt haben.
Ich erwarte, vom Bildungsministerium und von den Mitarbeitern des Landeschulamtes, dass sie auf die Schulträger zugehen. Wir brauchen für die Grundschulen veränderte Hortkonzepte. Wir können die Grundschule keine 5 ½ Stunden mehr öffnen – weil wir sie inhaltlich nicht füllen können – nicht füllen dürfen. Wir halten fest: ESA-Stunden sind in Mathe, Deutsch, Sachunterricht aufgegangen. Das schränkt die Durchführung von AG’s ein. Wenn der Schulleiter nicht einen Dickkopf hat und es trotzdem tut. Aber es fehlen trotzdem Stunden, die aufgrund des neuen Faktors einfach nicht mehr da sind!
Was hat man sich bei der Berechnung des Grundbedarfs nicht schwer getan und Formeln entwickelt. Dabei ist die Rechnung ist ganz einfach:
Wir brauchen dafür noch nicht einmal einen schülerbezogenen Faktor, sondern nur den Klassenteiler. Ergibt dieser 10 Klassen dann brauche ich 300 LWS Stunden – ganz einfach. Verlässliche Öffnungszeit bedeutet alle Klassen täglich bis zur 6. Unterrichtsstunde: Kernunterricht ergänzt durch AG’s und Förderunterricht usw. , also jeden Tag 60 Stunden, macht in der Woche 300 Stunden. Fertig! Und das Niveau müssen wir erreichen, ansonsten ist die Grundschule mit verlässlichen Öffnungszeiten nur ein schönes Wort aber mit stark eingeschränktem Inhalt.
Referendare an der Stelle einzusetzen, gleich nach dem Studium? Riskant! Niemand würde sich von einem Medizinstudenten nach dem 8. Semester alleine behandeln lassen. Wahrscheinlich würden die Damen im BM noch nicht einmal sich von einem Friseurlehrling, der seinen ersten Arbeitstag hat, die Haare schneiden lassen. Also bitte, verschonen wir unsere Kinder und die motivierten LiV’s von einer Negativerfahrung.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und viel Erfolg für Ihre Initiative.
XXX, Rektor

Kontakt:

Thekla Mayerhofer

Mail: may_the@web.de

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Eva Gerth

Mail: eva.gerth@gew-lsa.de

Tel.: 0391/7355430

      Gründungsmitglieder der Volksinitiative